Mit unserem Quiz, bist du auf dem richtigen Weg zu deinem Traumkörper. .

2. Beachte dein Ausgangs-Gewicht

In unserer zweiten Frage wollten wir von den Teilnehmern wissen, wie viel sie denn eigentlich wiegen. Das ist durchaus wichtig, denn je nach Ausgangsgewicht stellt sich die Situation beim Abnehmen immer deutlich unterschiedlich dar.

Es macht einen Unterschied, ob du 170 kg wiegst und endlich mit einem gesundheitsmäßig vertretbaren Körpergewicht durchs Leben gehen möchtest, oder ob du fast normalgewichtig nur nochmal 10 kg verlieren möchtest, um in die nächstkleinere Größe oder in irgendeinen gerade aktuellen Schönheitswahn zu passen. Beides sind völlig unterschiedliche Situationen. Erschwert wird das Ganze oft auch noch dadurch, dass einem keiner klar sagt, wie viel man eigentlich genau wiegen sollte. Body-Maß-Index und Normalgewichts-Rechnungen geben nur grobe Bereiche her, in denen ein Gewicht irgendwie medizinisch einigermaßen vertretbar ist. Das ist von Person zu Person, je nach Alter, Körperbau aber höchst unterschiedlich. Nur als Beispiel – beim BMI haben die meisten erfolgreichen Bodybuilder katastrophale Werte im Bereich Übergewicht und das obwohl sie genaugenommen den Körperfettanteil von einem halb Verhungerten haben.

Wenn du ein sehr hohes Übergewicht hast (BMI-Werte über 30), hat sich dein Gewicht meist über sehr lange Zeiträume hinweg gesteigert. Das heißt, dahinter stehen häufig auch eine größere Zahl von ungesunden Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, die du schon sehr lange pflegst und die erst einmal geändert werden müssen. Das sind größere Veränderungen, die meist auch vieles andere in deinem Leben mit ändern. Das braucht Zeit.

Extreme funktionieren selten bis nie

Es geht hier auch um realistische Zielvorstellungen. „10 kg in 2 Wochen“ sind Ziele, die so völlig unsinnig sind, weil der Körper sich erst einmal auf die gesamte neue Ernährungssituation umstellen muss, körperliche Prozesse entsprechend anpassen und für sich daraus ergebene Probleme Lösungen finden muss. Bei so hohen Körpergewichten funktioniert nur eine langsame, kontinuierliche Abnahme wirklich dauerhaft – du musst deine Ernährung komplett auf eine gesündere Basis stellen und kannst dann zusehen, wie dein Gewicht schwindet. Dein Körper ist keine Maschine, bei der man auf einen Knopf drückt, und sie tut was man will. Es ist ein sehr komplexes System aus vielen einzelnen Prozessen, die zusammenspielen. DU bist dein Körper. Wenn du dir brutale Gewalt antust, wird meist nichts besser. Bei Nulldiäten nimmt man übrigens erstmal kräftig zu, nur soviel dazu.

Wenn du bei 1,75 ein Gewicht von 60 kg anstrebst, kann es dagegen sein, dass du die Zahl zwar toll und das Gewicht gut findest, dein Körper aber nicht. In diesem Fall kann es sein, dass dein Körper dann jede sich bietende Möglichkeit ergreift, um das Gewicht auf einen für ihn sinnvollen Wert zu korrigieren. Dann wirst du ständig mit deinem „Wunschgewicht“ kämpfen, weil es eben kein realisierbares Ziel ist. Etwas, mit dem deine Fantasie zwar gut leben kann, dein Körper aber eben nicht. Und um den geht es schließlich. Wahn-Werte sind keine wahren Werte.

Beide Probleme haben eines gemeinsam: sie resultieren daraus, dass man nicht auf seinen Körper hört, wenn es um die Gesundheit geht. Es werden irgendwelche willkürlich vereinbaren oder werbetechnisch stark übertriebenen Zahlenwerte als „Ziele“ herangezogen, die aber jeder sinnvollen Grundlage entbehren. Theoretisch kann man natürlich schnellstmöglich verhungern, praktisch funktioniert das eher schlecht.

Wenn du gegen deinen Körper und seine natürlichen Prozesse arbeitest, arbeitest du gegen dich selbst – und gegen deinen Abnehmerfolg. Lass das bleiben

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